Das Herz – Motor des Lebens

Die Gesundheit des Herzens ist für uns lebenswichtig. Über das Blut versorgt unsere „Pumpe“ alle Organe und Muskeln mit Nährstoffen und Sauerstoff. Solange das Herz gesund ist, spüren wir kaum, welche Schwerstarbeit es leistet. Allerdings fordert der Lebensstil in unserer modernen Gesellschaft seinen Tribut: Stress und Leistungsdruck im Job, wenig Zeit für Sport und Entspannung, nach wie vor zu fettreiches Essen sowie ein übermäßiger Konsum von Genussmitteln wie Nikotin und Alkohol haben dazu geführt, dass Herz-Kreislauf-Erkrankungen heute die häufigste Todesursache darstellen.

Ein Blick auf die Ursachen lässt jedoch erahnen: Eine Herzerkrankung trifft uns in den seltensten Fällen von heute auf morgen. In aller Regel steht sie am Ende eines langen Krankheitsverlaufs.

In dieser Broschüre wollen wir Ihnen aufzeigen, wie Sie Risikofaktoren ausschließen oder mildern, und Ihren „Motor“ für ein langes Leben schonen können.

Das Herz – ein Hochleistungsorgan

Unser Herz ist der am stärksten beanspruchte Muskel unseres Körpers. Pro Minute zieht er sich etwa 60 bis 80 Mal zusammen und pumpt dabei die gesamte Blutmenge, bei einem Erwachsenen vier bis fünf Liter, einmal durch den Körper. Je nach Anforderung passt das Herz seine Leistung an: So kann es seine Schlagfrequenz unter Belastung mehr als verdoppeln, in Ruhephasen dagegen weit absenken. Wie schnell und wie gut die Anpassung gelingt, hängt ganz vom Trainings- und Gesundheitszustand des Organs ab.

Wenn das Herz „schwach“ wird

Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems nehmen in der westlichen Zivilisation stetig zu. Rund jeder zweite Todesfall geht mittlerweile auf ihr Konto. Betroffen sind in der Mehrzahl ältere Menschen, wobei Frauen – vor allem bedingt durch ihre höhere Lebenserwartung – einen zunehmend höheren Anteil haben.

Indirekt für viele Herzerkrankungen verantwortlich ist der Bluthochdruck. Damit ist nicht der kurzfristige Anstieg bei Aufregung oder in Stresssituationen gemeint. Ein „echter“ Bluthochdruck liegt erst vor, wenn die Werte dauerhaft höher als 140 mm Hg systolisch und 90 mm Hg diastolisch liegen. Das trifft auf rund 20 Prozent aller Erwachsenen und sogar jeden Zweiten ab dem 65. Lebensjahr zu. Das Problem: Viele Menschen wissen gar nicht, dass sie einen zu hohen Blutdruck haben, denn er verursacht lange Zeit keinerlei Beschwerden. Dennoch belastet die ständig erhöhte Pumpleistung das Herz und die Gefäße und begünstigt so die Verkalkung der Arterien (medizinisch „Atherosklerose“). Die Folgen sind ein erhöhtes Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko.

Die koronare Herzkrankheit (KHK) betrifft die Herzkranzgefäße, die unseren „Motor“ wie ein Netz umspannen und mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen. Sind die Gefäße verengt, kommt es zu einer Minderdurchblutung des Herzmuskels. In der Folge sinkt zunächst die Leistungsfähigkeit, gelegentlich treten Herzschmerzen und Atemnot auf. Mit fortschreitender Erkrankung und bei körperlicher Anstrengung oder Stress droht ein so genannter Angina-Pectoris-Anfall: Typisch sind plötzlich auftretende starke Schmerzen, die in beide Arme, den Hals, Unterkiefer, Rücken oder Oberbauch ausstrahlen können. Charakteristisch ist zudem ein Engegefühl in der Brust. Das Durchatmen fällt schwer und es kommt zu Todesangst. Die folgenschwere Verengung der Arterien wird vor allem durch Bluthochdruck und die Ablagerung von Fettsubstanzen an den Gefäßwänden ausgelöst.

Besonders gefürchtet ist der Herzinfarkt, der uns scheinbar aus heiterem Himmel ereilt. Tatsache ist jedoch, dass er in der Regel eine lange, oft unerkannte Vorgeschichte hat. So kommt es häufig infolge einer seit Jahren vorangeschrittenen Arterienverkalkung plötzlich zum Verschluss eines Herzkranzgefäßes (zum Beispiel durch ein kleines Blutgerinnsel). Bestimmte Areale des Herzens werden nun nicht mehr mit Sauerstoff versorgt und sterben ab. Sind Bereiche mit Steuerfunktionen betroffen, hört das Herz auf zu schlagen. Durch eine Herzmassage und Infusionen, die den Gefäßverschluss öffnen sollen, kann der Patient unter Umständen wiederbelebt werden.

Die Herzinsuffizienz oder Herzschwäche tritt auf, wenn der Herzmuskel geschädigt oder dauerhaft überlastet wird. Dann lässt schließlich seine Schlagkraft nach und die Blutmenge, die innerhalb einer bestimmten Zeit durch den Körper gepumpt wird, nimmt ab.

Die Hauptursachen für dieses Erschöpfungssyndrom sind ein zu hoher Blutdruck und die Koronare Herzkrankheit. Eine medikamentöse Behandlung mit blutdrucksenkenden Mitteln kann zu einer merklichen Entlastung des Herzens führen.

Oft harmlos, aber gelegentlich doch gefährlich sind Herzrhythmusstörungen, so genannte Arrhythmien. Treten Extraschläge unregelmäßig und nur in großen Abständen auf, muss keine ernste Erkrankung vorliegen. Sie können auch spontan durch Nervosität oder Stress ausgelöst werden. Bewegung an der frischen Luft und eine gleichmäßige Atmung können dann schnell Abhilfe schaffen. Ebenfalls harmlos ist die Bradykardie. In diesem Fall schlägt das Herz zu langsam. Statt auf 60-80 Schläge pro Minute kommt es nur auf 50-60 Schläge. Liegt keine weitere Erkrankung des Herzens vor, ist auch hier eine Therapie entbehrlich.

Anders bei lang anhaltenden, unrhythmischen Schlagfrequenzen mit Herzrasen. In diesem Fall sollte ein Arzt aufgesucht werden. Die Fehlsteuerung kann in der Regel medikamentös behandelt werden.

So beugen Sie Herzkrankheiten vor

Um die Risiken für eine Herzerkrankung möglichst gering zu halten, sollten Sie folgende Faktoren regelmäßig von einem Arzt oder Ihrem A-plus Apothekenteam kontrollieren lassen:

  • die Blutfettwerte, aufgegliedert in Gesamtcholesterin, HDL, LDL und Triglyceride
  • den Blutdruck, um über einen längeren Zeitraum ein Profil erstellen zu können. Blutdruckhefte zur grafischen Darstellung erhalten Sie in Ihrer A-plus Apotheke.
  • den Blutzuckerspiegel. Insbesondere dann, wenn Sie bereits von einer der genannten Krankheiten betroffen sind. Ein dauerhaft erhöhter Blutzucker (bei Diabetes mellitus) schädigt nämlich die Gefäße zusätzlich und verstärkt die Symptomatik der bestehenden Krankheit.

Tipps für einen gesunden Lebensstil

Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen können durch eine Änderung der persönlichen Lebensgewohnheiten beeinflusst werden.

Folgende Tipps sind dabei hilfreich:

1 Bewegen Sie sich viel an der frischen Luft, das hält den Kreislauf fit und baut Stress ab. Es ist auch bereits ein Fortschritt, statt des Aufzugs konsequent die Treppe zu benutzen oder kleinere Wege zu Fuß statt mit dem Auto zurückzulegen.
2 Rauchen ist einer der größten Risikofaktoren. Es sollte unbedingt eingeschränkt oder, noch besser, ganz unterlassen werden.
3 Ein „Gläschen in Ehren“ wird Ihnen kaum jemand verwehren – wenn es dabei bleibt. Ein regelmäßiger hoher Alkoholkonsum dagegen bringt Herz und Kreislauf in Gefahr.
4 Setzen Sie auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit viel frischem Obst, Gemüse, Salat und Vollkornprodukten. Meiden Sie nach Möglichkeit tierische Fette (sie sind besonders cholesterinhaltig), etwa aus Wurst, Käse, Butter und Eiern. Bevorzugen Sie pflanzliche Fette und Öle. Sie enthalten große Anteile an ungesättigten Fettsäuren, die vom Körper leichter verwertet werden können. Ebenfalls zu empfehlen ist Seefisch (zum Beispiel Lachs oder Makrele), er enthält wertvolle Omega-3-Fettsäuren.
5 Gehen Sie sparsam mit Kochsalz um und würzen Sie stattdessen mit frischen Kräutern oder anderen Gewürzen.
6 Übergewicht belastet Herz und Kreislauf und sollte daher reduziert werden. Früher wurde das Normalgewicht nach der groben Formel „Körpergröße in cm minus 100“ berechnet. Genauer ist der so genannte Body-Mass-Index (BMI), den Ihr A-plus Apothekenteam gern für Sie berechnet. Bei der Gewichtsabnahme helfen in aller Regel schon etwas Bewegung und eine gesunde Ernährung. Nulldiäten dagegen bringen, vor allem langfristig, meist wenig.
7 In Stress-Situationen steigt der Blutdruck an. Bleiben solche Phasen länger bestehen, kann sich daraus ein chronischer Bluthochdruck entwickeln. Es ist daher ratsam, sich immer wieder Momente der Ruhe und Entspannung zu gönnen.



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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.