Prämenstruelles Syndrom – die Tage vor den Tagen

Fast alle Frauen spüren während ihres Zyklus – bedingt durch die Schwankungen im Hormonhaushalt – Veränderungen an ihrem Körper. Die Tage vor der Menstruation aber sind für viele Frauen eine regelrechte Qual. Die Hormone spielen verrückt und sorgen für Bauchschmerzen, innere Unruhe und schlechte Stimmung bis hin zur Depression – um nur einige Beschwerden zu nennen. Prämenstruelles Syndrom (= PMS) heißt dieses Phänomen in der Fachsprache. Die körperlichen und seelischen Störungen treten mit unterschiedlicher Intensität auf und beeinflussen dementsprechend das Allgemeinbefinden und die Leistungsfähigkeit im Alltag. Sehr häufig leiden in dieser Zeit auch Partnerschaft und Familie der Betroffenen. Mit dieser Broschüre wollen wir Ihnen daher aufzeigen, wie es sich während besagter Tage vor den Tagen besser leben lässt.

Wie äußert sich PMS?

Zwischen 50 und 90 Prozent aller Frauen leiden, wenn auch unterschiedlich stark, unter PMS. Vor allem ab dem 30. Lebensjahr nimmt die Zahl der Betroffenen zu, ebenso nach dem Absetzen der Pille oder nach einer Geburt. Zu den typischen psychischen Symptomen gehören Nervosität, Reizbarkeit, Schlaflosigkeit, Depression und Konzentrationsschwäche. Körperliche Veränderungen zeigen sich als Wassereinlagerungen in den Armen und Beinen, Spannungsgefühl in der Brust, Kopfschmerzen, verstärkte Migräneneigung, Herzklopfen, Hitzewellen und Schwindelgefühl. Zudem verändert sich sehr häufig das Essverhalten, mit einer Neigung zu Heißhunger auf Süßes.

Welche Ursachen hat PMS?

Obwohl der Monatszyklus heute weitgehend erforscht ist, gibt das Prämenstruelle Syndrom noch immer Rätsel auf. Verantwortlich für die aufgeführten Beschwerden ist aber mit einiger Gewissheit ein Ungleichgewicht im Hormonhaushalt. Normalerweise folgt der weibliche Zyklus einem festen Schema: Vor dem Eisprung dominiert das Östrogen, danach wird es vom Gelbkörperhormon (Progesteron) verdrängt. Bei Frauen mit PMS ist dieser Rhythmus gestört. Ihr Progesteronspiegel sinkt zu schnell wieder ab, sie haben also in der zweiten Zyklushälfte zu viel Östrogen. Doch das allein erklärt nicht die Vielfalt der Beschwerden. Vielmehr spielen auch die Ernährung, das Maß an täglicher Bewegung sowie die Pille eine gewichtige Rolle.

Möglichkeiten der Behandlung und Vorbeugung

  • Unsere Hormonbalance wird entscheidend vom Nervensystem beeinflusst. Emotionale Anspannung etwa steigert die Ausschüttung von Stresshormonen – Reizbarkeit und Schlafstörungen sind die mögliche Folge. Mit autogenem Training, Meditation und ähnlichen Techniken können Sie für Entspannung sorgen. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Stressfaktoren Ihre PMS auslösen oder verstärken, ist auch Magnesium in einer Dosierung von 300 - 600 mg pro Tag zu empfehlen.
  • Hochdosiertes Vitamin E (300 - 600 I.E./Tag) und Vitamin B6 (= Pyridoxin) in einer Dosierung von 50 - 100 mg täglich können das Allgemeinbefinden verbessern und den Brustschmerz lindern. Entsprechende Präparate erhalten Sie in Ihrer A-plus Apotheke. Zink in einer Dosierung von 10 - 20 mg täglich fördert ein gesundes Hautbild. Präparate sind in Ihrer A-plus Apotheke erhältlich.
  • Unter Umständen führt die Umstellung auf eine andere Pille zur Harmonisierung des Hormonhaushalts. Alternativ begünstigen alle oben genannten Vitamine und Mineralstoffe die Bildung ungesättigter Fettsäuren (zum Beispiel Gamma-Linolensäure). Diese wiederum sind Ausgangsstoffe hormonähnlicher Substanzen, die PMS entgegenwirken. Es ist auch sinnvoll, dem Körper Gamma-Linolensäure in einer täglichen Dosis von 300 mg direkt zuzuführen (Präparate auf Basis von Nachtkerzen- oder Borretschsamenöl erhalten Sie rezeptfrei in Ihrer A-plus Apotheke). Nach sechs Wochen kann die Dosis auf 100 mg pro Tag reduziert werden. Gesamtdauer der Therapie: mindestens drei Monate.
  • Bereits nach 20-minütiger sportlicher Betätigung schüttet der Körper Endorphine aus. Unter anderem diese so genannten Glückshormone geben Ihnen das Gefühl von körperlicher Vitalität und Frische. Sie müssen dazu keine Hochleistungen vollbringen, mehrmals die Woche eine halbe Stunde Walking reicht aus.
  • Auch die Ernährung hat einen Einfluss auf PMS: Bitte achten Sie stets auf eine ausgewogene Ernährung. Die sollte reich an Ballaststoffen sein, also viel frisches Obst, Gemüse sowie Vollkornprodukte enthalten. Eher meiden sollten Sie tierische Fette, etwa aus Fleisch, Wurst und Käse, außerdem süße Speisen und Getränke, Kaffee und Alkohol. Die tägliche Trinkmenge sollte etwa 2 Liter betragen, ideal sind Mineralwasser, Frucht- und Gemüsesäfte sowie Kräutertees.
  • Das Spannungsgefühl in der Brust lindern Sie wirkungsvoll mit Extrakten aus den Früchten des Mönchspfeffers (Agnus castus) oder und dem Wurzelstock der Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa). Beiden Präparaten wird auch eine stimmungsaufhellende Wirkung zugeschrieben. Die Einnahme sollte über mehrere Monate ohne Unterbrechung erfolgen und auch nach Besserung der Symptome einige Wochen weitergeführt werden. Nebenwirkungen sind kaum zu erwarten.
  • Mit Hilfe von Löwenzahn-, Hauhechel- oder Petersilienwurzel, Ackerschachtelhalmkraut, Wacholderbeeren, Birkenblättern und Goldrutenkraut können Wassereinlagerungen ausgeschwemmt werden. All diese Pflanzenteile sind Bestandteil von bewährten Entwässerungstees. Eine kaliumreiche Kost (zum Beispiel mit Bananen, Aprikosen) beugt Wassereinlagerungen vor. Da Natrium diese andererseits begünstigt, sollte die Kochsalzzufuhr minimiert werden. Verzichten Sie also weitgehend auf Käse, Wurst, Instantbrühen und Fertiggerichte. Achtung: Wassereinlagerungen können auch die Folge von Leber-, Herz- und Nierenerkrankungen sein!
  • Zur Aufhebung depressiver Verstimmungen eignen sich Johanniskrautpräparate. Ihre Wirkung setzt nach zwei bis vier Wochen ein, die tägliche Dosis sollte 650 - 800 mg Johanniskraut-Extrakt betragen. Neben Kapseln und Tabletten hält Ihre A-plus Apotheke auch reines Johanniskraut (Hypericum perforatum) für Sie bereit. Wer mag, trinkt morgens und abends ein bis zwei Tassen frisch zubereiteten Tee. Eine ausreichende Dosierung ist auf diesem Wege allerdings nicht gewährleistet. Ein Inhaltsstoff des Johanniskrautes, das Hypericin, macht unsere Haut lichtempfindlicher, was man besonders im Sommer beachten muss.



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