Schwangerschaft

Mit Beginn der Schwangerschaft beginnt ein neues Leben. Innerhalb kürzester Zeit entwickelt sich aus der kleinen befruchteten Eizelle ein kompletter Mensch. Auch der Körper der Schwangeren passt sich den Veränderungen an. Was kann man tun, um die 40 Wochen der Schwangerschaft positiv zu unterstützen und das Wohlbefinden in dieser Zeit zu fördern? Wir erläutern Ihnen in dieser Broschüre, welche Inhalte die Schwangerschafts-Vorsorgeuntersuchungen haben, wie Sie sich in der Schwangerschaft gesund ernähren, welche Mineralstoffe Sie ergänzen sollten und was Sie tun können, damit Ihre Haut die Strapazen der Schwangerschaft gut übersteht. Bei Fragen hierzu steht Ihnen das kompetente Team Ihrer A-plus Apotheke sehr gerne zur Verfügung.

Vorsorge-Untersuchungen

Wer schwanger ist, möchte sichergehen, dass sich das Kind gut entwickelt und gesund zur Welt kommt. Hierfür ist es wichtig, regelmäßig zum Gynäkologen zu gehen und Blutwerte bestimmen sowie Ultraschallaufnahmen durchführen zu lassen. Mit der Feststellung der Schwangerschaft durch den Arzt erhält die Mutter den Mutterpass. In ihm werden alle Daten über den Schwangerschaftsverlauf verzeichnet, an denen sich im Notfall auch ein fremder Arzt orientieren kann.

Ultraschalluntersuchungen dienen zu Beginn der Schwangerschaft dazu, die Schwangerschaft zu bestätigen und den Geburtstermin zu errechnen, im weiteren Verlauf lassen sich mit ihrer Hilfe die Entwicklung und die Lage des Kindes prüfen.

Vorgesehen sind 3 Ultraschalluntersuchungen: die erste in der 9.-12. Schwangerschaftswoche (SSW), die zweite in der 19.-22. SSW und die dritte in der 29.-32. SSW. In manchen Fällen kann es nötig sein, mehr als drei Ultraschalluntersuchungen vorzunehmen. Zum Beispiel, wenn die Frau unter Blutungen leidet, Mehrlinge erwartet, das Risiko einer Frühgeburt besteht oder wenn der Ablauf der Schwangerschaft durch Stoffwechselkrankheiten, Bluthochdruck, Fruchtwassermangel oder andere Einflüsse gestört und verändert wird. Bei Auffälligkeiten, wie Durchblutungsstörungen, kann zusätzlich eine Dopplersonographie zur Darstellung der Gefäße oder ein Organultraschall durchgeführt werden. Ein Ultraschall kann neben den Blutuntersuchungen auf bestimmte Eiweiße einen Hinweis auf Chromosomen-Anomalien oder Fehlbildungen liefern. Hierzu wird in der 11.-14. SSW die Dicke der Nackenfalte des Fötus gemessen und auf eventuelle Flüssigkeitsansammlungen untersucht. Der Ersttrimestertest verbindet die Blutuntersuchungen und die sonographische Untersuchung der Nackenfalte. Im etwas später stattfindenden Tripeltest (16.-17. SSW) kann anhand dreier Blutwerte das Risiko für ein Down-Syndrom oder einen „offenen Rücken“ ermittelt werden. Auch eine Fruchtwasseruntersuchung oder eine Chorionzotten-Biopsie werden mit Hilfe des Ultraschalls überwacht.

Die Fruchtwasseruntersuchung dient dazu, Erbkrankheiten, Chromosomenabweichungen und Fehlbildungen zu erkennen. Sie wird durchgeführt, wenn sich beispielsweise bei dem Ersttrimestertest Auffälligkeiten zeigten oder die Mutter bereits ein Kind mit Chromosomenabweichung oder einem Neuralrohrdefekt zur Welt gebracht hat. Für die Untersuchung wird zwischen der 16. und 18. SSW mit Hilfe der Punktion Fruchtwasser direkt aus der Fruchtblase entnommen und untersucht. Vor der 14. SSW gilt die Untersuchung als riskant, denn es können Wehen und Fehlgeburten ausgelöst werden. Die Verletzungsgefahr des Kindes ist zwar gering, eine Fruchtwasseruntersuchung birgt dennoch immer ein gewisses Risiko, welches abgewogen werden muss.

Alternativ zur Fruchtwasseruntersuchung kann – mit gleichem Risiko, aber terminlich früher – eine Chorionzotten-Biopsie durchgeführt werden, bei der Zellen aus dem Mutterkuchen entnommen werden. Seltener durchgeführt wird die Nabelschnurpunktion.

Ernährung in der Schwangerschaft

Schwanger zu sein bedeutet keinesfalls, für zwei essen zu dürfen. Ein Überangebot an Nahrung im Mutterleib kann dazu führen, dass Kinder frühzeitig das Risiko erhöhten Blutdrucks und erhöhter Blutfettwerte sowie von Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit sich tragen. Darum gilt: In der Schwangerschaft sollte sich die werdende Mutter gesund und ausgewogen ernähren, dem Kind Vitamine und Mineralstoffe anbieten und den kalorischen Gehalt der Nahrung kaum erhöhen. Es gilt: „Lieber Klasse als Masse und das Trinken nicht vergessen“.

Es gibt nur einige Nährstoffe, die in der Schwangerschaft bewusst und vermehrt zugeführt werden sollten, um die Gesundheit des Ungeborenen zu fördern. Bei manchen Schwangeren ist die Aufnahme der Stoffe über die Nahrung ausreichend. In der Regel wird jedoch eine Zufuhr über Präparate empfohlen, um den Bedarf sicher zu decken.

  • Nehmen Sie bereits bei Kinderwunsch und auch im ersten Drittel der Schwangerschaft zusätzlich zur gesunden Nahrung etwa 400 μg Folsäure pro Tag zu sich. Ein Folsäuremangel kann das Risiko für Fehlbildungen im Nervensystem des Embryos bzw. des Fötus erhöhen. Folsäurehaltige Lebensmittel sind zum Beispiel Tomaten und grünes Blattgemüse.
  • In Deutschland leben wir in einem Jodmangelgebiet. Fast jeder Dritte leidet unter Jodmangel. Bei Schwangeren kann dieser Mangel zu Entwicklungsstörungen beim Ungeborenen führen. Darum sollten Sie in der Schwangerschaft einmal wöchentlich Seefisch essen, grundsätzlich Jodsalz verwenden oder/und 100 bis 200 μg Jodid zuführen. Falls Sie an Schilddrüsenerkrankungen leiden, befragen Sie diesbezüglich am Besten ihren Arzt.
  • Viele Schwangere leiden unter einem Mangel an Kalzium oder Eisen. Zwei bis drei Portionen Milchprodukte pro Tag und der Verzehr kalziumhaltigen Gemüses wie Fenchel oder Brokkoli können einem Kalzium-Mangel begegnen. Essen Sie als Schwangere regelmäßig zubereitetes Fleisch, um einem Eisenmangel vorzubeugen. Rohes Fleisch wie auch andere rohe tierische Produkte gehören allerdings wegen der Gefahr der Salmonellose und der Toxoplasmose nicht auf Ihren Speiseplan. Um Eisen aus der Nahrung oder aus Tabletten besser aufnehmen zu können, sollten Sie es zusammen mit Vitamin-C-haltigen Getränken, zum Beispiel mit Orangensaft, einnehmen.

Hautpflege und Wohlbefinden

Mit zunehmendem Wachstum des Nachwuchses beginnt die Bauchhaut, sich stärker zu dehnen. Diese Dehnung stellt eine hohe Belastung für das Bindegewebe der Unterhaut dar. Bei den meisten Frauen bilden sich im Laufe der Schwangerschaft am Bauch rötliche Dehnungsstreifen, Striae genannt. Warum manche Frauen mehr, manche weniger betroffen sind, ist nicht geklärt. Vorbeugen kann man jedoch durch eine konsequente und sanfte Hautmassage während der gesamten Schwangerschaft unter Verwendung hautpflegender, durchblutungsfördernder Hautöle. Inhaltsstoffe wie Harnstoff, Heparin, Jojobaöl, Vitamin E oder Efeuextrakt können einen positiven Einfluss auf die Elastizität der Haut haben. Auch Wechselduschen oder Bürstenmassagen können helfen, das Hautbild zu verbessern.

Yoga, Gymnastik, Beckenbodentraining, Entspannungsübungen – es gibt viele Möglichkeiten, sich auf die Geburt und die Rückbildung des eigenen Körpers vorzubereiten. Krankenkassen, Hebammen, Mütterzentren, Geburtskliniken und andere öffentliche Einrichtungen bieten in der Regel für werdende Mütter ab dem 6. Monat Geburtsvorbereitungskurse an, die von den Krankenkassen bezahlt werden. Es lohnt oftmals eine frühzeitige Anmeldung.

Arzneimittel in der Schwangerschaft

Jedes Medikament, welches durch das Blutsystem der Mutter fließt, erreicht unweigerlich auch den Blutkreislauf des ungeborenen Kindes. Besonders in den ersten Wochen der Schwangerschaft, wenn die Organe sich entwickeln, sollte auf die Einnahme von Arzneimitteln grundsätzlich verzichtet werden.

Es gibt jedoch Situationen, in denen der Erhalt der Gesundheit der Mutter auch zu Gunsten des Kindes wichtig ist. Werden in diesem Fall Arzneimittel, zum Beispiel Antibiotika, benötigt, so ist der Arzneistoff vom Gynäkologen sorgsam auszuwählen. Auf die bedenkenlose Einnahme von Schmerz- und Schlafmitteln sowie von Nasentropfen sollte verzichtet werden. Hier sollte pflanzlichen Mitteln der Vorzug gegeben werden. Doch was ist, wenn auf Grund chronischer Leiden wie von Diabetes oder einem Anfallsleiden dauerhafte Medikation benötigt wird? Diese sollte frühzeitig mit dem betreuenden Arzt besprochen und angepasst werden.

Nutzen Sie als Anlaufstelle für Fragen und Informationen rund um die Schwangerschaft auch gerne das kompetente Team Ihrer A-plus Apotheke.



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