Vaginalmykosen

Drei von vier Frauen erkranken mindestens einmal im Leben an einer Scheidenpilzinfektion (Vaginalmykose), viele auch wiederholt. Vaginalmykosen zählen somit zu den häufigsten Infektionen des weiblichen Genitalbereiches.

Frauen, die die Symptome eines Scheidenpilzes richtig erkennen, können eine Selbstmedikation mit einer ein- oder dreitägigen Therapiedauer auch selbst durchführen.

Diese Broschüre soll aufklären sowie hilfreiche Informationen und Tipps vermitteln. Darüber hinausgehende Fragen beantwortet ihr A- plus Apothekenteam Ihnen gern.

Mykosen

Mykosen sind Erkrankungen beim Menschen, aber auch bei Tieren und Pflanzen, die durch Pilze verursacht werden. Die Pilze vermehren sich im Wirtsorganismus und hinterlassen Schäden im Gewebe des Wirtes. 100.000 bis 200.000 unterschiedliche Arten von Pilzen sind bekannt. Als Krankheitserreger beim Menschen sind allerdings nur etwa 100 von Ihnen von Interesse. Zu ihnen zählen Dermatophyten (auf der Haut lebende Pilze) wie Trichophyton- Arten, Hefe wie Candida albicans, aber auch Schimmelpilze wie Penicillium- Arten

Weit verbreitet ist Candida albicans (C.A.). Bei etwa 20 Prozent der Menschen bewohnt dieser Hefepilz völlig harmlos die Haut. Bei rund 60 Prozent wird C.A. sogar auf der Schleimhaut des Magen- Darm- Traktes nachgewiesen, ohne dass irgendwelche Beschwerden auftreten. Erst wenn es beispielsweise durch Störung des Immunsystems zu einer starken Vermehrung des Pilzes kommt, lassen sich Symptome einer Candidose- einer Pilzerkrankung durch C.A.- nachweisen.

Vaginalmykosen

Vaginalmykosen zählen nicht- wie fälschlicherweise oft angenommen- zu den Geschlechtskrankheiten. Aus ärztlicher Sicht handelt es sich auch nicht um eine schwerwiegende Erkrankung. Wer jedoch davon betroffen ist, für den stellt eine Vaginalmykose eine deutliche Belastung und eine erhebliche Einschränkung der Lebensqualität dar. Auslöser dieser Erkrankung und ihre Beschwerden schnell in den Griff zu bekommen.

Ist sich eine Frau nicht sicher, ob sie tatsächlich einen Pilz hat, oder treten die Symptome wiederholt auf, sollte sie auf jeden Fall den Arzt aufsuchen. Denn hinter den Symptomen einer Pilzinfektion können auch andere Erkrankungen der Scheide stecken, beispielsweise Bakterien oder Herpesviren. Außerdem kann ein Scheidenpilz chronisch werden, er tritt dann mehr als viermal im Jahr auf. Eine chronische Infektion muss häufig über mehrere Monate ärztlich behandelt werden.

Wie unterscheidet man Infektionen durch Bakterien von solchen durch Candida?

Bei beiden steht ein vermehrter Ausfluss im Vordergrund, der von starkem Brennen und Juckreiz in der Scheide begleitet sein kann.

Bei Bakterien ist ein deutlich vermehrter Ausfluss das Hauptsymptom. Dieser ist oft dünnflüssig und von gelblich- grüner bis weißer Farbe. Aber auch ein gräulich- weißer Ausfluss ist möglich. Begleitet wird der Ausfluss in der Regel von einem typischen Fischgeruch. Juckreiz und Brennen sind bei bakteriellen Infektionen seltener. 85 Prozent aller Candidosen werden durch Candida albicans ausgelöst. Der vermehrte Ausfluss ist weiß oder gelblich und krümelig wie Quark. Die Vulva (äußerer Genitalbereich) ist meist geschwollen und gerötet. Die betroffenen Frauen klagen über einen unaufhörlichen Juckreiz oder Brennen im Vulvabereich und am Scheideneingang, der sich vor den Tagen noch verstärkt.

Was begünstigt eine Mykose?

  • Die Einnahme von Antibiotika: Bei einer Behandlung mit Antibiotika werden Bakterien abgetötet. Das führt zu einem Ungleichgewicht von Pilzen und Bakterien in der Scheide zugunsten der Pilze
  • Ein abgeschwächtes, anfälliges Immunsystem in Folge von Stress, Erkrankungen oder der Einnahme von Immunsuppressiva (Kortison oder Zytostatika)
  • Ein erhöhter Östrogenspiegel während der Schwangerschaft
  • Die Einnahme der Antibabypille mit einem hohen Östrogen- und Progesteronanteil (fragen Sie bei häufigeren Mykosen Ihren Frauenarzt nach alternativen Produkten)
  • Ein Diabetes: Der Zuckerhalt ist auch auf den Schleimhäuten der Scheide erhöht
  • Hefepilze ernähren sich von Zucker. Je mehr ihnen davon zu Verfügung steht, desto besser wachsen sie

Was ist zu tun?

Eine Infektion mit Candida wird in der Regel mit pilzhemmenden Wirkstoffen wie Clotrimazol oder Nystatin behandelt. Für die Behandlung eines Scheidenpilzes sind Cremes, Zäpfchen oder Vaginaltabletten für eine ein- oder dreitägige Behandlung rezeptfrei in Apotheke erhältlich.

Bei einer Erstinfektion oder einem verfärbten Ausfluss, der nicht dem einer Candidose entspricht, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen.

Ping- Pong Effekt vermeiden

Wichtig: Der Partner sollte mitbehandelt werden, sonst kommt es zum sogenannten Ping- Pong- Effekt- der nicht behandelte Partner steckt den anderen wieder an. Handtücher, Waschlappen, Nachthemden und Unterwäsche werden am besten bei 90 Grad gekocht. Nur das tötet die Pilze zuverlässig ab. Verträgt die Wäsche nur niedrigere Temperaturen, sollte ein keimreduzierender Waschzusatz verwendet werden.

Tipps für häufig betroffene Frauen

1 Vermeiden Sie Unterwäsche und Strumpfhosen aus Kunstfasern oder zu enge Jeans. Darunter entsteht ein warmes Klima, in dem sich der Candida- Pilz gut vermehren kann.
2 Verwenden Sie zum täglichen Waschen nur milde Syndets ohne Desinfektions- oder Parfümzusatz. Verzichten Sie auf übertriebene Hygiene.
3 Lange und zu heiße Bäder und stark parfümierte Badezusätze vermeiden!
4 Keine Intimsprays verwenden!
5 Nach dem Toilettengang mit dem Toilettenpapier immer von der Scheide weg in Richtung After reinigen. Pilze, die im Darm vorkommen, können sonst in die Vagina gelangen.

Antwort auf oft gestellte Fragen

  • Ich bin schwanger. Kann ich eine Candida- Therapie gefahrlos anwenden?
    Gerade in der Schwangerschaft ist durch die Hormonumstellung das Risiko einer Pilzinfektion hoch. Sie sollten in diesem Fall unbedingt einen Arzt aufsuchen, auch wenn bei drei Drei- Tages- Therapie bisher keine schädigenden Auswirkungen festgestellt wurden.
  • Die Beschwerden sind nach einer Ein- oder Drei- Tages- Therapie immer noch vorhanden. Kann ich die Behandlung wiederholen?
    Wenn nach einer Selbstbehandlung keine Besserung eingetreten ist, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen!
  • Ich habe die Tabletten versehentlich verschluckt. Was soll ich tun?
    Die Vaginaltablette enthält keine giftigen Inhaltsstoffe. Auch die Aufnahme des Wirkstoffs ins Blut ist sehr gering und die Ausscheidung erfolgt sehr schnell. Es sind keine Gegenmaßnahmen erforderlich.
  • Hat mein Partner mich angesteckt?
    Das ist möglich, wenn sich auf dem Glied Ihres Partners Pilze (meist unbemerkt, weil ohne Symptome) befinden, die beim Geschlechtsverkehr übertragen werden können.
  • Muss ich mich besonders ernähren?
    Pilze lieben Zucker. Verzichten Sie daher auf größere Mengen an Süßigkeiten, wenn Sie häufig unter einer Vaginalmykose leiden.

Damit es bei einer Behandlung mit Antibiotika- zum Beispiel gegen einen bakteriellen Infekt- oder aber in Phasen vermehrten Stresses gar nicht erst zu einer Vaginalmykose kommt können Sie prophylaktisch eingreifen. Gerne beraten wir Sie dazu über spezielle Ovula, die die natürliche Flora der Scheidenschleimhaut unterstützen. Aber auch durch die Einnahme von Echinacin- oder Zink- Produkten lässt sich das Immunsystem stärken und die Häufigkeit von Mykosen reduzieren.

Fragen Sie in unserer Aplus Apotheke, unser Fachpersonal berät Sie gern.



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